Man nennt mich einen Verführer, einen Abenteurer, einen Wüstling. Aber ich halte mich nur für einen neugierigen Mann, der nach Freiheit dürstet.
Meine Ursprünge
Venedig war mein erster Lehrer.
Inmitten von Calli, Theatern und Intrigen habe ich gelernt, dass jeder Mensch eine Maske trägt und dass die Wahrheit in den Details verborgen ist.
Als Sohn von Schauspielern habe ich schon als Kind die Kunst geatmet. Seitdem hat mich die Neugierde geleitet und mich dazu gebracht, zu wissen, zu erleben und zu leben.
Mein Aufstieg
Ich reiste durch ganz Europa, von Paris bis Wien, von London bis Prag.
Wo immer ich hinging, wurde ich mit Neugier und Misstrauen, Bewunderung und Skandal begrüßt.
Ich unterhielt mich mit Königen und Philosophen, spielte, schrieb, verführte. Aber tief im Inneren suchte ich immer nach demselben: einem Spiegelbild meiner Freiheit.
Meine Abenteuer
Ich habe viele Male geliebt, und jedes Mal mit Aufrichtigkeit.
Ich riskierte, duellierte mich, forderte die Regeln heraus, bis ich im Piombi landete, dem gefürchtetsten Gefängnis Venedigs.
Und doch bin ich auch von dort geflohen.
Nicht aus Eitelkeit, sondern um zu bekräftigen, woran ich immer geglaubt habe: Freiheit lässt sich nicht einsperren.
Meine Gedanken
Ich war schon immer hungrig nach Ideen: Ich habe die Gesetze der Menschen und die Geheimnisse der Natur studiert, ich habe den Glauben, die Wissenschaft und sogar mich selbst in Frage gestellt.
Das Wissen hat mir nie Gewissheiten gegeben, sondern unendliche Fragen, denen ich nachgehen kann.
Der letzte Akt
In den letzten Jahren habe ich beschlossen, alles aufzuschreiben.
Nicht um mich zu verteidigen, sondern um die Geschichte eines Mannes zu erzählen, der ohne Masken gelebt hat. Auf meinen Seiten habe ich meine Zeit, meine Fehler und meine Leidenschaften hinterlassen.
Diejenigen, die mich lesen , werden vielleicht ein wenig von sich selbst zwischen den Zeilen meines Lebens finden.
Mein Leben besteht aus diesen Zeilen...
Es sind meine Worte, die Sie über die Äußerlichkeiten hinaus führen: Erinnerungen, Laster, Tugenden und unausgesprochene Wahrheiten. Hören Sie sich an, was ich wirklich zu erzählen habe: mein Venedig, meine Leidenschaften, mein Leben.
Meine Verbindung zu Zaguri
Pietro Zaguri war für mich mehr als ein Freund: Er war ein Vertrauter, ein Komplize mit Geist und Verstand. In den Räumen seines Palastes fand ich ein offenes Ohr, Schutz und jene Freiheit der Gedanken, ohne die mein Leben keine Stimme gehabt hätte.
Casanova Journal
Der Inhalt wurde von wissenschaftlichen Experten unseres wissenschaftlichen Komitees zusammengestellt, um Casanova mit Tiefe, Strenge und Authentizität zu erzählen.